Reifenbezeichnungen
Grundsätzliches zur Reifenbezeichnung: Die Größenangabe 185/65 R 14 bedeutet 185= Reifenbreite in mm, 65 = Verhältnis Höhe zu Breite in Prozent, R=Radialbauweise (D=Diagonalbauweise) Dieser Buchstabe beschreibt die Art der Verarbeitung der einzelnen Lagen der Karkasse, 14=Felgendurchmesser in Zoll
Luftdruck
Frage zum richtigen Reifendruck: Was ist denn nun aktuell? Die Angabe von MB, die sich in der Bedienungsanleitung und am Tankdeckel findet oder die Luftdruckangabe des Reifenherstellers, die auf dem Reifen eingepraegt ist?
Antwort 1: Auf keinen Fall die Druckangabe auf dem Reifen verwenden, das müßte eine max-Angabe sein! Verwende lieber die Druckangabe von Mercedes und erhöhe den Reifendruck individuell nach deinen Ansprüchen (z.B. bei vielen Anhängerfahrten oder bei Autobahn).
Antwort 2: Ich komme mit ein bischen Rechnerei (+0,3 für warme Reifen,+0,3für über 160...)und der Werksangabe immer locker auf 2,6 bar vorne und 2,8 hinten.
Antwort 3: ...denn höherer (nicht zu hoher) Druck = weniger Rollwiderstand = weniger Verbrauch.
Antwort 4: ... und bei zuviel reifendruck beulen sich die reifen in der mitte auf und werden dort als erstes abgefahren
Reifengröße 1
Frage: Was für (Winter) Reifen darf ich auf einem 200D W123 fahren?
Antwort: Es passt die Serienbereifung 175 R 14 88 H sowie als Winterreifen 175 R 14 88 Q M + S mit Geschwindigkeitsbäpper im Tacho.
Es gehen anscheinend mit besonderer Eintragung auch
175/80 14
195/70 14 passt mit Gewichtsindex 90 und Geschwindigkeitsindex H und größer.
195/70 R 14
195/65 15
205/60 15
225/55 15
195/70/14 Bekommst Du ohne Probleme eingetragen, brauchst aber eine 6 Zoll - Felge.
Ich hab übrigens bei "www.reifendirekt.de" supergünstige Reifen gekauft ! Die 175 er kosten dort nur 46,- incl. Steuer und Fracht. Meine 195 er Winter runderneuert haben alle vier nur 225,- DM gekostet,waren nach drei Tagen da ! Gruß Dieter
Reifengröße 2
Frage: Kann mir einer erklären, ob und gegebenenfalls wie die Reifengröße und Reifenbreite Einfluß auf die tatsächliche Geschwindigkeit, auf die vom Tacho angezeigte Geschwindigkeit und auf die Beschleunigung haben?
Antwort:
größere Reifen (Umfang)=> Tacho zeigt zu wenig an, du bist also schneller als angezeigt. Je kleiner der Durchmesser, desto besser die Beschleunigung. Auch der Verbrauch geht zurück, weil der km-Zähler zuviel anzeigt.
breitere Reifen=> mehr Abrollwiederstand, also genringere Endgeschwindigkeit, höherer Verbrauch
Bei der Beschleunigung ist das so eine Sache, kleinere Reifen (Umfang) bedeutet ja ein besseres Hebelverhältnis, du hast also mehr Kraft zum Beschleunigen, aber die Räder drehen dann natürlich auch schneller durch. Bei breiten Reifen kannst du sicherlich mehr Kraft auf die Strasse bringen.
Reifengröße 3
Einen Reifendatenrechner gibt es hier
Alterung von Reifen
Jetzt muß ich mal kurz was loswerden und fühle mich dazu bemüßigt, weil ich acht gottverdammte Monate als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an einem kraftfahrtechnischen Institut gearbeitet habe, die außer Reifen nix gemacht haben.
Der Gummi wird definitiv schlechter mit der Zeit, er härtet aus und bildet mehr Versagensstellen bei Verformung. Die Haftreibung zwischen Gummi und Mikrorauhigkeit (das, was sich auf molekularer Ebene abspielt) in der Straßenoberfläche ist entscheidend reduziert, weshalb man durchaus leichter mit älteren Reifen rutscht.
Was die "neuwertigen" alten Reifen zum Versagen bringt, ist die Tatsache, daß sie mehr Gummi drauf haben, der verformt werden will. Das Eindellen auf der Aufstandsfläche verursacht Walkarbeit, die ist um so größer, je mehr Profil drauf ist, destomehr innere Reibungs arbeit, die zu Wärme wird. Deshalb haben sie damals den nagelneuen Reifen zum Abläsen der Lauffläche gebracht, während das blankgefahrene H-Exemplar auch den 200 km/h-Dauerlauf überstand. Genauso kann man ja auch jeden neuen Reifen, der noch etwas mehr Wärme verträgt, durch zu geringen Luftdruck zerstören.
Ein weiterer Punkt ist, daß durch Verletzungen im Reifen Feuchtigkeit bis zum Stahlcord eindringen kann und dieses langsam korrodieren läßt. Verletzungen nehmen mit dem Alter zu, der Gummi wird sowieso brüchiger und läßt Wasser durch Kapillarrisse durch. Irgendwann gibt es einen lauten Knall und es sprengt die Armierung unter der Lauffläche auseinander, da kann man dann froh sein, wenn es an der Vorderachse geschieht (entgegen der landläufigen Meinung geben die Hinterräder Stabilität).
Ich würde NIENIENIE im Leben mit Reifen herumfahren, die älter als 10 Jahre sind, als Ersatzrad lasse ich mir das gerade nochmal gefallen, wenn man dann wirklichn nicht weit und keine zwei Wochen fährt (die Schädigung bis zum Zerstören muß sich ja erstmal bilden). Außerdem verspröden Ersatzreifen nicht so stark, weil sie schonenderen Bedingungen (keine mech. Beschädigung, keine UV-Strahlung) ausgesetzt sind als die Originalräder der 76er Rentnerschätzchens.
Aber zum Täglichen Fahren: NEIN!
Hans-Christian
Tragfähigkeit von Reifen
Die kg-Angaben der max. Tragfähigkeit beziehen sich jeweils auf ein Rad unter Einhaltung der mit Kürzel angegebenen Höchstgeschwindigkeit.
87 = 545 kg
88 = 560 kg
89 = 580 kg
90 = 600 kg
91 = 615 kg
92 = 630 kg
Eine direkte Umrechnung ist nicht möglich. Die entsprechende Tabelle hat aber jeder Reifenhändler vorliegen.
Entscheidend sind übrigens immer die Eintragungen in den Fahrzeugpapieren. Um zu einer solchen zu gelangen solltest Du, sofern nicht die Freigabe des Fahrzeugherstellers oder eine Rad-ABE vorliegt, in der Regel vor der Anbauabnahme bei TÜV usw. eine Freigabe des betreffenden Reifenherstellers einholen. Das ist ziemlich simpel per Fax möglich. Sie wird anhand von Achslasten und Höchstgeschwindigkeit erteilt.
Frage: wenn im Fahrzeugbrief z.B. die Angabe 185/14 R 80 89 H angegeben ist bedeutet das u.a., dass der Reifen (Kennbuchstabe H ) für Geschwindigkeiten bis 210 km/h zugelassen ist.
Wenn aber im Brief die Höchstgeschwindigkeit mit z.B. 175 km/h angegeben wurde, darf dann auch ein Reifen 185/14 R 80 89 T (Kennbuchstabe T bis 190 km/h) gefahren werden?????
Antwort1: wenn im Brief H eingetragen ist, kriegst Du Ärger mit den Bürokraten, wenn Du was anderes fährst. Ich wollte mal T Reifen auf meinen 250er machen, da hat der TÜV Einspruch eingelegt, von wegen, "das Auto fährt zwar nur 185, aber man muß ja eine Sicherheitsreserve einrechnen". Ausnahme: Winterreifen + Aufkleber.
Antwort2:bei 175 km/h Spitze tragen Dir viele TÜV-Stellen auch T-Reifen ein. Selbst ein 250/8 mit 180 km/h Spitze (Schaltgetriebe) bekommt noch T-Reifen. Ich kann mich noch erinnern, daß im Brief meines 250/123 (129 PS Schalter) trotz 180 km/h Spitze ab Werk sogar nur S-Reifen (bis 180) eingetragen waren
Frage: Welche Reifen gehören auf welche 14 Zoll FuchsFelgen?
Antwort:
5,5 =175'er
6 = 195'er oder 6 1/2 mit lenkhebel 116 33 21 620 u. 116 33 21 720
7 = 205'er ET 23, zB fuchsdesign von ATS KBA 40396
6,5 = 195er und 205er
Geschwindigkeits-Index
Q bis 160 km/h
R bis 170 km/h
S bis 180 km/h
T bis 190 km/h
H bis 210 km/h
V bis 240 km/h
W bis 270 km/h
Y bis 300 km/h
ZR generell über 240 km/h
Über das Herstellungsdatum des Pneus geben die letzten drei bzw. vier Stellen der so genannten DOT-Nummer Auskunft. Bis zum Jahr 1999 standen die drittletzte und vorletzte Stelle für die Produktionswoche, die letzte Ziffer gab das Produktionsjahr an. Ohne Dreieck hinter den drei Zahlen, wurde der Reifen in der 80er Jahren produziert, mit Dreieck in der 90ern. Seit 2000 wird das Produktionsjahr zweistellig angegeben. Die Ziffernfolge 4001 heißt also, dass der Reifen im Oktober (40. Woche) des Jahres 2001 hergestellt wurde.
*-Grüße Pedro