Rost - Lack und Korrisionsschutz


Empfehlenswerte Lektüre: Der von JochenWitte erstellte Text über Lacke bei Mercedes (und speziell den w123), zu finden unter http://rhlx01.fht-esslingen.de/~jochen/lackaufbau.txt


Informativ: FluidFilm

Habe die besten Erfahrungen mit folgendem Verfahren gemacht:

Losen Rost & Farbe weg, möglichst NICHT mit Stahlrundbürste, lieber Schleifpapier oder sog. "Negerkekse", gibts im Autofachhandel. Dann mit BOB-Rostversiegelung 1*tränken, etwa 1-2 Stunden trocknen lassen, und dann mit Hammerit lackieren. Bei Bereichen wie FrontSchuerze? reicht das schon, bei anderen Stellen, wo es superglatt werden muss, danach Spachteln, schleifen, lackieren.

Der HammeritLack? passt sehr gut zu den Farben Silber und Weiß, rot hab ich noch nicht probiert. Der schwarze HammeritLack? ist super im Motorraum.

Echte Löcher bitte schweißen lassen, keine Glasmatten!!!

GeorgSchlomka?


> wo ist denn das Problem mit Drahtbürsten für die Bohrmaschine? > Thorsten

Das Problem ist, daß die Drahrbürsten oft den schwarzen Rost nicht wegbekommen, sondern den regelrecht polieren. Das Zeug ist teiloxidiertes Eisen (irgendwo fehlt noch ein Sauerstoffatom zum roten Rost), und wird, wenn es nicht weggeschlifen wird, fleißig weiterrosten. Daher benutze ich nur noch die Negerkekse - wo die zugebissen haben, lacht dich entweder blank-silbriges Metall, oder ein Loch an....(wenn der Rost zu derbe war)


Fertan ist ein RostUmwandler, der idealerweise nach seiner Umwandlungstätigkeit abgewaschen werden muß für die weitere Rostschutzbehandlung. In Hohlräumen ist das natürlich fast unmöglich (es sei denn du hast einen Ofen wo dein ganzes Auto zum mehrtägigen Trocknen der Hohlräume reinpasst). Bei angerosteten Hohlräumen ist aber trotzdem eine Vorbehandlung mit Fertan empfehlenswert.

Anschließend ist dann eine Fließfettbehandlung (Test MotorClassic? vor ca. 10 Jahren) die beste Rostschutzmethode. Da das Fertan nach Trocknung den Nachteil hat abzublättern besteht bei Wachsbehandlung die Gefahr, daß das Wachs mitsamt Fertan nicht am Blech hält (wurde ebenfalls damals von MotorClassic? festgestellt). Kann natürlich mit Fett auch passieren, aber das Fett ist haftfähiger und vor allem auch später noch kriechfähig z.B. in Sonnenwärme (das Wachs kriecht wenn ausgehärtet nur noch bedingt bei sehr starker Erwärmung; Ausnahme siehe Heckklappe Golf II an der immer so schöne Wachsnasen aus den Löchern laufen) wodurch Schäden in der Beschichtung sich selbst wieder reparieren (auch nach Schweißarbeiten, hab ich selber sehr gute Erfahrung gemacht; gefährlich ist dabei nur die Brennbarkeit des Fetts aber bei Lochpunktschweißungen ist die Wärmeeinbringung nicht so hoch). Eine zusätzliche Rostschutzgrundierung ist bei Fettbeschichtung im Hohlraum nicht zwingend erforderlich.

MichaelPiesche?


Frage: Was kan man gegen beginnenden Rost an den Wagenheberaufnahmen machen?

Antwort 1: also ich fette die Löcher gelegentlich von innen ein, nachdem ich mit einem Drahthaken den Dreck so weit als möglich rausgekratzt habe, wobei hierbei allerdings die Gefahr besteht, daß der Schotter noch weiter reingedrückt wird. Den Rost um die Löcher habe ich mit Bohrmaschine und Drahtbürste entfernt, anschließend habe ich Unterbodenschutz aufgesprüht. Allerdings habe ich gesehen, daß bei einer der Rost wieder durchgekommen ist. Um alljährliches Ausbessern von Roststellen kommt man zumindest beim 123er nicht herum, aber hin und wieder macht so etwas ja auch Spaß, mir zumindest.

Antwort 2: Drahtbürste reicht wahrscheinlich zum Rost entfernen nicht aus. Solltest auch die tieferen Rostporen ausmerzen. Entweder sandstrahlen (ich weiß geht nicht bei jedem) oder so eine Sandpapiersegmentscheibe (weiß jetzt auch nicht, wie das genau heißt) auf die Flex. Rost bis auf das Metall entfernen. Dann mit einer Rostschutzgrundierung z.B. von Würth (Menninge gibt es ja leider nicht mehr) oder den 2K- Rostschutzprimer von VW auftragen.

Das ganze dann mit einem Lack abdecken. Dann den U-Schutz drauf. Hier ist ein Wachsmittel der Bitumenpampe vorzuziehen.

Von innen den Schweller mit geeignetem Mittel behandeln (Mike Sanders oder dieses neue Lanolin-Zeugs) vollpumpen. Abläufe säubern. Hoffen.


Rostschutzdienst Scheuß rät :o))

Zum Thema Rostbehandlung/ Schutz. Meine Erfahrungen: werft das BOB-Zeug in den Müll, das Hammerit gleich in hohem Bogen hinterher. Es sei denn Ihr wollt nur was für gewisse (meines Erachtens zu kurze) Zeit aufhalten. Stoppen kann man damit nichts. Ich hab nur schlechte Erfahrungen damit gemacht. Wo Rost ist, muß er weg, stoppen läßt er sich definitiv nicht, lediglich ausbremsen. Alles was man auf vorhandenen Rost pinselt ist für'n A....

Rost wird am besten durch Blech ersetzt oder muß zumindest mechanich restlos entfernt werden, was nur mit einer Schleifscheibe wirklich geht (wie dort schon ganz richtig ausgeführt wurde). Gesundes Blech muß gut grundiert werden, am besten mit einem 2K- Material, da bis zu 98% diffusionsdicht (sind 1K Sachen nicht, insofern ist auch die berühmte VW- Grundierung gar nicht soo toll, auch Bleimennige hat da Ihre Tücken).

Hohlräume konservieren mit Fluid-Film. Es gibt echt nichts besseres.

Ja dat wollt ich nur mal sagen :o))

Jörg, der täglich mit der braunen Pest kämpft

Letzte Änderung:
2007-04-11 15:02
Verfasser:
Letzte Änderung: 16.1.2004 14:55:42 - Autor: Zettel - Letzter Autor: nix
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